Besonderheiten in Japan

Autofahren

In Japan herrscht Linksverkehr. Das Lenkrad befindet sich also auf der rechten Seite. Seien Sie auf jeden Fall vorsichtig, es dauert einen Moment, bis Sie sich auf den Linksverkehr eingestellt haben. Aber nach einigen Kilometern sollten Sie sich daran gewöhnt haben. Autofahren ist in Japan weder besonders schwierig noch gefährlich, da die Straßen sich in einem guten Zustand befinden, im Übermaß ausgezeichnet sind und die Fahrer höflich und zuvorkommend sind.

Autofahren in Japan erfordert oft etwas Geduld: In der Stadt sind maximal
40 km/h
erlaubt, auf der Autobahn zwischen 80 und 100 km/h, auf allen anderen Straßen 30 bis 60 km/h. Mehr oder weniger alle Autofahrer fahren 20 km/h schneller als erlaubt. Aber achten Sie auf Kontrollen. Es gibt viele Polizeiautos auf den Straßen und regelmäßig Radarkontrollen. Genießen Sie Ihre Reise, wer ruhig fährt, kommt sicher ans Ziel.

Die japanischen Autobahnen zählen zu den besten und sichersten weltweit. Sie sind in perfektem baulichen Zustand, werden vorbildlich unterhalten und beleuchtet, haben in regelmäßigen Abständen Raststätten mit sauberen Toiletten, Boutiquen und Restaurants. Die Kehrseite der Medaille sind allerdings allgegenwärtige Mautstellen, an denen man kräftig zu zahlen hat. Rechnen Sie mit ungefähr 2.000 Yen für eine Fahrt von 3 Stunden zwischen zwei großen Städten. Auf unserer Japan-Tour können Sie die Autobahnen fast immer vermeiden. Auf Landstraßen kommen Sie zwar langsamer voran, sehen dafür aber auch mehr vom Land. Sie selbst entscheiden jeden Tag aufs Neue, welche Strecke Sie fahren. Die Tour ist generell ohne Autobahn geplant und die Etappen sind auf nicht mautpflichtigen Straßen stets gut zu schaffen. Die Verkehrsschilder, die zumeist den internationalen Standards entsprechen, sind im Allgemeinen in Englisch und Japanisch gekennzeichnet. Nur in ländlichen Gegenden können Ausnahmen vorkommen. Was weitere Verkehrsregeln betrifft, erhalten Sie vor Ort eine Einführung.

Die Mietmobile sind mit Automatikschaltung ausgestattet. Das Fahren geht einfach und praktisch mit nur 3 Gängen: P für Parken, D für Fahren und N für neutral (Leerlauf).

 

Camping in Japan

Campingplätze

Es gibt in Japan über 2.000 Campingplätze, viele davon sind staatlich organisiert. Die Meisten sind eher an Zelt-Reisende gerichtet, aber es gibt durchaus auch viele Campingplätze, die Wohnmobilisten willkommen heißen. Von der Ausstattung her unterscheiden Sie sich etwas vom europäischen Standard. Die Campingplätze verfügen in der Regel über Toiletten, Wasser, Koch- und Abwaschgelegenheiten und meistens über Stromanschlüsse.

Nicht immer haben sie Duschen. Duschen müssen wenn vorhanden zum Teil extra vor Ort bezahlt werden.

Michi no eki - Stellplätze

Neben normalen Campingplätzen gibt es auch etwa 1.000 Stellplätze an den Autobahnen / Hauptstraßen. Die sogenannten „Michi no eki“ sind meistens sehr großzügig angelegt, verfügen alle über saubere Toiletten und haben oft auch angeschlossene einfache Restaurants, Verkaufsläden, manchmal WI-FI, immer Getränkeautomaten und oft Thermalbäder oder Fußbäder dabei.

Wir übernachten die meiste Zeit auf Campingplätzen, aber auch auf Parkplätzen und „Michi no ekis“. Toiletten sind immer vorhanden. Öffentliche Toiletten sind in Japan erstaunlich sauber und sehr ordentlich.

Onsen - Wellness auf Japanisch

In Japan zählen die sogenannten Onsen, Thermalbäder, zur Kultur. Onsen findet man fast überall. Nicht nur eine schöne Art der Entspannung und um einen Teil typischer japanischer Kultur kennen zu lernen, sondern für uns dann auch gleich eine Duschgelegenheit. Das gemeinsame Bad im Onsen hat eine lange Tradition in Japan. Es diente seit jeher schon als Treffpunkt, um sich mit anderen auszutauschen und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Onsen gibt es in allen möglichen Erscheinungsformen. Viele Orte haben ein einfaches Gemeinschaftsbad, manche Hotels haben ihr eigenes Onsen. Manche Gegenden in Japan sind bekannt für ihre spektakulären Onsen, die in wunderschöner Natur liegen und von natürlichen heißen Quellen gespeist werden.

Die Onsen sind meistens nach Geschlechtern getrennt. Man badet nackt, nachdem man sich vorher sehr gründlich gewaschen hat. Es gibt auch einige wenige gemischte Onsen. Falls Sie Tattoos haben, überkleben Sie diese mit einem kleinen Pflaster oder fragen nach, ob es in Ordnung ist, sich damit im Onsen zu zeigen. Oft herrscht Tattoo-Verbot, da Tattoos Zugehörigkeiten zu japanischen Mafiaclans symbolisieren können und man durch ein Tattooverbot den Mafiosi den Eintritt verwehren will. Für Touristen drückt man da aber eventuell ein Auge zu.

 

Einreisebestimmungen

  • Nationaler Führerschein
  • Japanische Übersetzung des Nationalen Führerscheins * wird von uns organisiert
  • Reisepass (gültig bis mindestens Dezember 2019)
  • Keine Impfungen verlangt

*Hinweis

Japan akzeptiert den internationalen Führerschein nicht. Sie benötigen eine Übersetzung der Japanischen Automobil Föderation, die dann ein Jahr lang gültig ist. Um Ihnen Unannehmlichkeiten bei der Erledigung der Formalitäten zu ersparen, übernimmt das gern der Vermieter für Sie. Die Bescheinigung kostet aktuell 7,000 JPY, die Sie direkt vor Ort an den Vermieter bezahlen. Schicken Sie uns dafür bitte direkt nach der Buchungsbestätigung eine Passkopie und eine Kopie Ihres Nationalen Führerscheins (in Farbe).

 

Gesundheit / Impfungen

Für die Einreise besteht zurzeit keine Impfpflicht.

Denken Sie daran, eine Reiseapotheke mitzunehmen, damit sie für leichtere Erkrankungen und kleinere Notfälle gerüstet sind. Folgendes sollten Sie auf Reisen immer dabei haben:

  • Medikamente gegen Durchfall, Reisekrankheit, Fieber, Schmerzen
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Insekten- und Sonnenschutzmittel
  • Salbe bei Insektenstichen oder anderen Hautreizungen
  • Fieberthermometer
  • Verbandmaterial

 

Finanzen

MASTER und VISA – Card werden allgemein akzeptiert. Man kann quasi immer mit Kreditkarte Tanken und die Supermarkt-Einkäufe bezahlen. Für kleinere Beträge wie Eintrittsgelder oder Kleinigkeiten benötigt man jedoch Bargeld. Man kann problemlos am Geldautomaten YEN beziehen. Bargeld kann beliebig eingeführt werden. Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld im Wert von mehr als einer Million Yen unterliegt einer Meldepflicht.

Die Preise in Japan liegen über dem deutschen Niveau, allerdings ist in den Restaurants meistens ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Um lästige Sammelaktionen zu vermeiden, verwaltet die Reiseleiterin eine gemeinsame Trinkgeldkasse für lokale Guides, Busfahrer etc. Für Trinkgelder werden generell keine Quittungen ausgestellt.

 

Landessprache

In Japan wird Japanisch gesprochen. Entgegen weitläufiger Meinungen sprechen nur wenige Japaner Englisch. Zumindest die Japaner, mit denen wir zu tun haben auf den Campingplätzen, an Tankstellen oder in Supermärkten sprechen meistens kein Englisch. Es ist eine große Hilfe sich eine Übersetzungsapp auf das Handy zu laden.

 

Tankstellen

Das Tankstellennetz ist gut ausgebaut. Man kann so gut wie immer mit Kreditkarte bezahlen. Die Benzinpreise liegen derzeit (Stand März 2018) leicht unter deutschem Niveau, bei durchschnittlich 136.21 YEN pro Liter, was etwa € 1,- entspricht.

 

Haustiere

Auf dieser Reise ist die Mitnahme von Haustieren nicht erlaubt.

 

Klima

Wir reisen im frühen Sommer. Im Mai haben die Japaner selbst Ferien, durch sie und internationale Besucher, die wegen Kirschblüte kommen, sind in dieser Zeit viele Sehenswürdigkeiten stark überlaufen. Juni ist genau zwischen Frühling und Sommer. Richtig heiß und schwül wird es normalerweise erst im Juli und August. Rechnen Sie tagsüber mit Temperaturen um die 25 Grad, es kann auch Tage geben, an denen es wärmer ist. Nachts hat man im Tiefland um die 20 Grad. In den Bergen kann es deutlich kühler werden.

 

Essen und Trinken

Japan hat eine fantastische Esskultur. Vieles ist für uns völlig fremd. Wir möchten Ihnen während der Reise die reichhaltige und kunstvolle Japanische Küche näher bringen. Die Japanische Küche ist sehr fischlastig, doch auch für Leute, die kein Fisch mögen oder sogar Vegetarier sind, wird es immer eine Alternative geben. Am besten geben Sie das bei der Buchung gleich mit an. Im Supermarkt finden Sie auch Fleisch, Obst, Gemüse…

 

Kommunikation

Jedes Fahrzeug sollte mit mindestens einem Quadband-Handy ausgestattet sein mit einer europäischen SIM Karte. Das Handy ist für den Notfall gedacht. Der Vermieter stellt im Mietmobil Datenvolumen zur Verfügung, womit Sie zum Beispiel whatsapp betreiben oder Emails empfangen können. Für größeren Datenverbrauch ist es allerdings nicht gedacht.

Wir empfehlen die Mitnahme eines Smartphones, Laptops und / oder I-Pads/Tablet-PC. Man hat während der Tour immer mal wieder Wifi (drahtlosen Internetzugang). Whatsapp, Skype, Facetime etc. sind sehr gute Möglichkeiten, um mit den Lieben Zuhause den Kontakt zu halten.