Es ist soweit, nach und nach treffen die Teilnehmer wieder in Costa Rica ein, um mit uns die Panamericana, zumindest bis Mexiko, fortzusetzen. Die Landesgrenze zwischen Mexiko und den USA ist aktuell für Touristen geschlossen. Sollte sich das nicht ändern, könnten wir die Wohnmobile von Mexiko nach Deutschland verschiffen (oder in die USA). Zwei Teilnehmer sind die Strecke von Costa Rica bis Mexiko vor einigen Wochen gefahren und versorgen uns mit aktuellen Infos. Sie sind wohlbehalten in Mexiko angekommen und sicherlich werden wir uns dort irgendwann noch einmal treffen! Bevor wir offiziell starten, bleiben noch ein paar Tage für individuelle Erkundungen. Viel Spaß auf der Fahrt durch Costa Rica!
- Monatelang fuhr ich allein durch Costa Rica und habe dieses Land nicht nur sehr genau kennen-, sondern auch lieben gelernt.
- In den ersten Monaten waren noch weitere Camper unterwegs und wir haben uns immer wieder getroffen. Ich bedauere sehr, dass bei der anstehenden Weiterreise nicht alle dabei sein werden!
- Lange haben wir gerätselt, ob es wohl klappen würde mit der Fortsetzung der unterbrochenen Panamericana. Nun ist es soweit, die Grenzen bis Mexiko sind offen. Ich lasse mir die Freude nicht nehmen, am Flughafen die Mehrheit der Gruppe in Empfang zu nehmen!
- Ich freue mich, dass sich doch noch so viele zur Weiterreise entschlossen haben. Willkommen zurück in Costa Rica meine Lieben! Schön, dass ihr da seid!
- Am nächsten Tag wollen wir die Wohnmobile aus dem Zollverschluss holen, was mit allerlei Papierkram verbunden ist.
- Zuerst muss eine Kfz-Versicherung abgeschlossen werden. Dann müssen wir einen Antrag stellen auf die Erteilung einer temporären Einfuhrgenehmigung. Man fühlt sich ein wenig wie im Lied Reinhard Meys „Antrag auf Erteilung eines Antragformulars“. Ich kann es inzwischen auswendig, so oft habe ich es vor mich hingesummt.
- Doch es geht am Ende dann schneller als gedacht und wir dürfen zu unseren Wohnmobilen. Der unfreiwillige Dornröschenschlaf ist vorbei. Die Steh-Mobile werden ab sofort wieder zu Reisemobilen umfunktioniert!
- Bei einigen klappt das erst beim zweiten Anlauf. Nach der langen Standzeit sind so manche Batterien in die Knie gegangen. Doch sofort sind helfende Hände vor Ort.
- Mit der ausgebauten Batterie fahren wir in ein Spezialgeschäft und besorgen Ersatz. Und dann springt auch das Womo wieder an.
- Viele hatten die Befürchtung, dass sich durch die lange Standzeit Ungeziefer eingenistet oder sich Schimmel gebildet haben könnte. Doch die Camper sehen innen erstaunlich gut aus. Auch unsere Brüder sind glücklich!
- In den nächsten Tagen ist jeder noch frei unterwegs. Wir haben eine Liste mit Orten und Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die jeder nach eigenem Gusto und Rhythmus erkunden kann. Erst in knapp zwei Wochen beginnt die Weiterreise dann ganz offiziell wieder gemeinsam.
- So fahren alle in unterschiedliche Richtungen und genießen die wiedergewonnene Freiheit!
- Die einen zieht es erst mal ans Meer, um die sommerlichen Temperaturen und etwas Ferienstimmung zu genießen. Immerhin ist es Anfang Januar und in Europa gerade tiefster Winter!
- Bevor man die Haupstadt San José verlässt, lohnt der Besuch des Nationaltheaters.
- Alle Materialien wurden aus Europa hierher gebracht. Das prunkvolle Gebäude ist der ganze Stolz der Stadt.
- Ich sitze gerade in einem Café mit Internet, als mich ein Hilferuf von Patrick und Josée ereilt. Der Camper hat an einem Hügel kapituliert. Wir treffen uns. Mein Diagnosegerät weist auf einen Fehler beim Turbolader hin. Obwohl es bereits Samstag Nachmittag und die Werkstatt bereits geschlossen ist, nimmt der Wachmann das Fahrzeug noch auf. Er kannte mich noch vom letzten Mal. Kontakte sind eben immer gut!
- Spontan lade ich die Zwei ein, mit mir in den Nebelwald zu fahren, wo ich vorhatte, bei den Quetzalen mein neues Teleobjektiv zu testen. Da Wochenende ist, sind alle Zimmer ausgebucht, so dass die Beiden letzten Endes zwei Nächte in meinem Alkoven verbringen. Das hatte ich so auch noch nie. aber es hat gut geklappt!
- Am nächsten Morgen regnet es und wir sind zunächst gar nicht motiviert. Doch die Tour lohnt sich, wir sehen den majestätischen Vogel aus relativ geringer Entfernung.
- Patrick dient mir zuweilen als Stativ, denn das neue „Rohr“ ist zwar mega scharf, aber echt schwer!
- Ein Quetzal-Weibchen beim Fressen.
- Das erste Mal bin ich mit den Quetzal-Bildern zufrieden. Ein Fotografen-Freund sagte mir, das beste Bild machst du immer morgen. Da ist was dran. Ich werde bestimmt nicht zum letzten Mal hier oben gewesen sein!
- Zwei Nächte verbringen wir auf 2.700m Höhe.
- Am nächsten Tag erreicht mich die Nachricht, dass auf der Nicoya-Halbinsel gerade hunderte Schildkröten ankommen, um ihre Eier am Strand abzulegen. Auch wenn die Fahrt dorthin teilweise eine echte Tortur ist, wollen wir uns das nicht entgehen lassen!
- Etwa 1,5km vor dem Ziel muss man noch einen Fluss durchqueren. Als ich in der Regenzeit vor einigen Monaten hier war, war das ein Ding der Unmöglichkeit und wir mussten damals zu Fuß gehen. Heute ist es auch für unsere Wohnmobile kein Problem.
- In der Dunkelheit machen wir uns morgens um 5 Uhr auf zum Strand. In der Morgendämmerung erkennen wir die ersten Schildkröten.
- Diese Schildkröten haben ihre Eier bereits gelegt und befinden sich auf dem Rückweg ins Meer.
- Es handelt sich um die sogenannte Oliv-Bastardschildkröte.
- Wir kommen ganz nahe an die Tiere heran.
- Das Wetter ist perfekt, wir sind happy!
- Eine Schildkröte, die sich in den ersten Sonnenstrahlen im Wasser spiegelt, da hüpft mein Fotografenherz vor Freude!
- Eigentlich schaufeln die Schildkröten Höhlen, um die Eier vor Feinden zu schützen. Hier ist also eindeutig etwas schief gelaufen.
- Denn die Geier warten schon und bedienen sich an den frischgelegten Eiern.
- Für die Schildkröten ist es ein unheimlicher Kraftakt, sich über den Strand zu schleppen. Eine ausgewachsene Schildkröte wiegt fast 50 Kilogramm!
- Wir sind glücklich, dass wir diesem Naturschauspiel beiwohnen durften. Einmal pro Monat kann man während weniger Tage die Schildkröten beobachten. In etwa fünf Wochen werden übrigens die Babies schlüpfen, da sind wir aber hoffentlich schon weiter nördlich unterwegs.
- Mit neuen Eindrücken im Gepäck geht es zurück.
- Wir treffen uns zu einem Frühstück in einem sehr schönen Restaurant direkt am Meer.
- Jedes Gericht ist sehr liebevoll zubereitet.
- Und die Aussicht auf den Strand ist auch nicht übel.
- Einige entscheiden sich, noch eine Nacht hier zu verbringen.
- Hier kann man sich ein Beispiel am Faultier nehmen und einfach mal die Seele baumeln lassen.
- Viele möchten aber noch möglichst viel von Costa Rica sehen und ziehen weiter. In den Bergen hat man bei klarer Nacht einen fantastischen Sternenhimmel!
- Einige wollen sich die Frösche Costa Ricas nochmal genauer anschauen.
- Der Rotaugenlaubfrosch ist allen bekannt und ist quasi das tierische Aushängeschild des Landes.
- Der „Callimedusa tomopterna ist der Tiger unter den Laubfröschen und auch sehr hübsch.
- Costa Rica ist und bleibt DAS Land für alle Naturfreunde.
- Auch die Vogelwelt ist unglaublich artenreich. Im Bild: ein Linienspecht.
- Ein Halsbandarassari, eine kleine Tukan-Art.
- Ein Laucharassari, ein mittelgroßer grüner Tukan.
- Nordöstlich von San José befindet sich der aktive Vulkan Turrialba. Sehr gut erkennbar sind die verbrannten Bäume um den Krater, die der Lava beim letzten Ausbruch zum Opfer fielen.
- Wasserfälle hat es unzählige in Costa Rica. Man kann herrliche Wanderungen unternehmen und dann am Ziel ins Kühle Nass springen.
- Wie wäre es mit einem Besuch der ältesten Kirche Costa Ricas?
- Sie steht in Orosí, im gleichnamigen Tal.
- Einige zieht es auch an die Karibikküste.
- Puerto Viejo ist definitiv der entspannteste Ort Costa Ricas! Vor einigen Jahren hat es eine Freundin in diese Ecke verschlagen. Das Wiedersehen wird mit einem Cocktail in der Strandbar gefeiert. In den letzten Monaten war ich immer wieder hier und jeder erneute Besuch fühlt sich ein wenig wie nach Hause kommen an.
- Auch meinen Mitfahrern gefällt diese Ecke, nicht nur wegen der schönen Strände.
- Bald wagen wir den Sprung über die Grenze nach Nicaragua. Wir freuen uns, wenn ihr uns wieder virtuell begleitet. Pura Vida!