Noch immer sind wir in Mexiko unterwegs, doch das Ende der gemeinsamen Tour rückt immer näher und bereits jetzt liegt eine gewisse Nostalgie in der Luft. Wir genießen jeden Tag sehr bewusst. In Guaymas erleben wir einen sehr festlichen Abend in fantastischer Kulisse mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und Tanz und Musik. Im Anschluss erkunden wir das sympathische Städtchen Alamos.
- On the road again…es ist einfach herrlich, immer wieder neue Gegenden und Landschaften zu entdecken!
- Ich gebe zu, manchmal fahre ich etwas schneller, als die Polizei erlaubt. Das machen in Mexiko im Grunde fast alle, nur sollte man sich nicht dabei erwischen lassen. Ich war deutlich zu schnell und werde von der Polizei angehalten. Zu meiner Überraschung gerate ich an zwei sehr korrekte Polizisten, die gar nicht versuchen, sich die Buße in die eigene Tasche zu stecken, sondern mich aufs Revier begleiten, damit ich meine Strafe dort bezahlen kann. Finde ich gut, denn ich möchte die generell existierende Korruption nicht noch fördern.
- Wenn man einen Strafzettel sofort bezahlt, reduziert sich der Betrag um die Hälfte, so möchten sie statt 1200 nur noch 600 Pesos von mir und da gerade kein Wechselgeld vorhanden ist und ich so gut kooperiere, erlassen sie mir weitere 100 Pesos. Am Ende bezahle ich 500 Pesos, umgerechnet 20 €, Dafür dass ich mehr als doppelt so schnell fuhr wie erlaubt, finde ich das ein echtes Schnäppchen! Und als ich sie nach einem Copyshop frage, drucken sie mir sogar noch 50 Seiten aus, ohne etwas dafür zu verlangen.
- Am Ende möchten sie noch den Camper von innen sehen und kurz ein Foto ohne Maske machen, damit man das komplette Gesicht sieht. Diesen Wunsch kann ich ihm nicht abschlagen! ich bekomme die WhatsApp-Nummer des Polizisten mit den Worten, ich hätte jetzt hier einen Freund, wenn ich etwas bräuchte. Insgesamt also ein sehr positives Erlebnis und die 20 € allemal wert!
- Wir legen einen Stopp in Santa Ana ein.
- Abends feiern wir Ruedis Geburtstag. Der Kuchen hat zwei Kerzen, da wir bereits das zweite Mal zusammen feiern. Lieber Ruedi, ich wünsche dir von Herzen alles Gute!
- Zur Geburtstagsfeier gibt es natürlich einen Umtrunk sowie ein Lagerfeuer. Ein schöner Abend!
- Wir fahren weiter gen Süden.
- Auch Guaymas hat ein hübsches Zentrum, wobei sich das wie so oft auf den Hauptplatz und ein paar wenige Straßen beschränkt. Aber immerhin!
- Moderne Kunst an der Uferpromenade.
- Unser Campingplatz für zwei Nächte. Die Berge leuchten im Abendrot.
- Es kommt ja oft anders, als man denkt. Ursprünglich war es mal geplant, hier das Abschiedsessen zu veranstalten. Wenn wir auf den sonstigen Panamericana-Touren unterwegs sind, feiern wir hier den Abschied, bevor wir in die USA einreisen.
- Nun ist es kein richtiger Abschiedsabend, aber dennoch ist der festliche Rahmen so besonders, dass ich der Gruppe zwei Gedichte vortrage. Eines auf Deutsch und – für mich Premiere – eines auf Französisch. Mit Reim! Ihr findet die Gedichte am Ende des Berichts.
- Es ist meine Art, den Teilnehmern danke zu sagen.
- Alle haben sich für den schönen Abend hübsch gemacht.
- Wir schießen noch Erinnerungsfotos.
- Mit den Brüdern habe ich schon so manches Bild gemacht. Die Gruppe wird mir fehlen!
- Was für ein Sonnenuntergang!
- Doch das eigentliche Spektakel beginnt, als die Sonne am Horizont verschwunden ist. Der Himmel leuchtet in sämtlichen Farben.
- Vor lauter Staunen und Fotografieren kommen wir gar nicht zum Essen!
- Wir sitzen in wirklich schöner Runde, die Terrasse haben wir heute exklusiv für uns.
- Eine mexikanische Band sorgt für gute Stimmung und wir schwingen mal wieder das Tanzbein. Es wird ein sehr gelungener Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!
- Am nächsten Morgen spazieren wir zu einer Perlenzucht in der Nähe.
- Es ist interessant zu lernen, wie Perlen entstehen. Im Grunde wird der Muschel ein kleiner Fremdkörper implantiert. Damit dieser weniger stört, produziert die Muschel Perlmutt und ummantelt den Fremdkörper. Daraus entsteht die Perle.
- Eine Kriegerfigur unterwegs.
- Wir erreichen Alamos.
- Wir richten uns auf dem Campingplatz ein. Der Swimmingpool wird umrahmt von schönen, hohen Palmen und sieht sehr einladend aus.
- Ich finde auf dem Campingplatz einen neuen, vierbeinigen Freund!
- Alamos ist mit 9.500 Einwohnern überschaubar.
- Der Ort ist eines der vielen pueblos mágicos und hat wirklich einen besonderen Charme.
- Ein Musikpavillon vor der Kirche.
- Eines der schönsten Anwesen der Stadt ist die Hacienda de los Santos.
- Die Hacienda existiert seit 200 Jahren und gehört mittlerweile einer US-amerikanischen Familie.
- Kommt mit hinein, es lohnt sich!
- Die Kapelle wurde erst kürzlich gebaut, fügt sich aber im Stil in das Anwesen ein.
- Auch abends lohnt ein Besuch.
- Sie haben ein vorzügliches Restaurant.
- Jeder Saal sieht anders aus und ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet.
- Wir essen draußen, das Wetter ist angenehm lau.
- Die Hacienda ist das Highlight des Dorfes!
- Am nächsten Tag unternehmen einige eine Rundfahrt.
- Alamos liegt in den Bergen der Sierra Madre Occidental.
- Der Ort wirkt verschlafen.
- In den frühen Abendstunden drehe ich nochmal eine Runde.
- Die Kirche von Alamos ist schön beleuchtet. Mit dieser Nachtaufnahme verabschiede ich mich von euch. In den nächsten Tagen fahren wir mit dem Zug in den Kupfercanyon, auch das wird ein unvergessliches Erlebnis werden. Ihr dürft also weiterhin gespannt sein!
Die unendliche Panamericana – von Janette Emerich
Wir sind gut drauf und die Sonne lacht
an den Apero wurde auch rechtzeitig gedacht.
Doch bevor wir uns den Bauch vollschlagen,
möchte ich noch ein paar Worte sagen.
Von Vrenis Versen in Ensenada angestiftet
Habe ich euch auch ein paar Zeilen gedichtet.
Ein jeder von euch hat zum guten Gelingen der Reise beigetragen
Dafür möchte ich euch ganz herzlich danke sagen.
Auch allen die aktuell nicht mehr mit uns reisen,
es wäre schön, würdet ihr heute Abend mit uns speisen.
Im November 2019 sind wir in Buenos Aires gestartet.
Einige hatten schon lange auf diese Reise gewartet.
In Costa Rica wurden wir jäh unterbrochen,
plötzlich wurden die Grenzen geschlossen!
Panamericana-Pause in Costa Rica
Plötzlich war auf der Welt nichts mehr, wie es war.
Wird es jemals eine Fortsetzung geben?
Oder bleiben wir für immer in Mittelamerika kleben?
Alles war ungewiss und nichts mehr war klar.
Wir hofften dann auf Januar im neuen Jahr.
Und tatsächlich: der Traum der Weiterreise wurde wahr!
Januar 2021 stiegt ihr mutig in den Flieger,
Und kamt wieder nach Costa Rica rüber.
Euch wieder zu sehen tat unglaublich gut!
Noch einmal ein herzliches Dankeschön für euren Mut!
Danke auch, für euer Vertrauen, dass ihr uns entgegenbringt
Wollen wir hoffen, dass auch weiterhin alles gut gelingt.
Bedenken gab es viele, Garantien keine.
Was wenn einer krank wird, bleibt er dann alleine?
Klappt es an den Grenzen oder werden wir erneut blockiert?
Was wenn dies oder jenes passiert?
Doch ihr habt euch trotz aller Zweifel nicht abhalten lassen,
nahmt die vielen Tests und Formalitäten gelassen.
Wir dürfen jeden Tag viel Schönes entdecken und erleben,
fast so als würde es Corona gar nicht geben.
Und egal ob beim Jassen, Filmabend oder Umtrunk mit Gin
Langeweile und Trübsal kommen uns nie in den Sinn.
Wir genießen die Städte, das Fahren und die Natur,
Bekommen auch ein wenig Kultur.
Die Mischung passt, trotz Corona macht das Reisen Freude
Wir sind aktuell doch sehr privilegiert, liebe Leute!
Verbrannte Kupplungen, ein neuer Bremsbelag
Immer wieder gibt es einen Werkstatttag
Platte Reifen, ein Gastank der leckt,
dann ist plötzlich ein Getriebe defekt
Dieselpartikelfilter werden ausgebrannt,
das haben die in der Werkstatt noch gar nicht gekannt!
Wir sind um unzählige Erfahrungen reicher,
Das macht den baldigen Abschied wahrlich nicht leichter.
Gestern habe ich die Rechnung gemacht
am Ende haben wir tatsächlich 254 Tage auf Tour verbracht!
Und zählt man die Pause in Costa Rica mit viel Ruh,
dann kommen noch dreieinhalb Monate dazu.
Unglaublich aber wahr, so hat diese Panamericana gedauert ein ganzes Jahr!
Das wird wohl für immer einzigartig bleiben.
Ob es jemals eine längere Tour geben wird? Na wir wollen mal nicht übertreiben!
Es wird schwer werden, mich wieder an das Reisen ohne euch zu gewöhnen.
Zum Glück darf ich mich ja gerade langsam entwöhnen.
Ein Spruch hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt
ich habe seinen Wahrheitsgehalt schon früh erkannt.
Die Erinnerung ist das einzige Paradies aus dem man nicht vertrieben werden kann.
An diesem Spruch ist sehr viel Wahres dran.
Das gemeinsam Erlebte wird uns auf immer verbinden,
Bestimmt werden wir uns bei vielen Gelegenheiten wieder zusammenfinden.
Danke für alles und zu guter Letzt bleibt mir nur
euch einen schönen Abend zu wünschen und anzustoßen
auf die längste Panamericana-Tour!
La Panaméricaine infinie – par Janette Emerich
Nous sommes de bonne humeur et il fait très beau
Nous avons bien sur pensé à l’apéro
Et avant de danser et manger
J’aimerais dire quelques mots.
Inspiré par Vreni
J’ai essayé aussi de faire de la poésie.
Chaqu’un entre vous a aidé que ce voyage a réussi
Pour ça vous méritez un très grand merci.
Aussi les gens qui ne sont plus avec nous ce soir,
mais je ne doute pas qu’on va tous se revoir !
Novembre 2019 nous avons commencé à Buenos Aires
Et en mars 2020 en Costa Rica on ne pouvait plus rien faire.
Voyage terminé, frontières fermées
Pour combien de temps on sera bloqué ?
Beaucoup des questions et pas des réponses à la main.
Pouvons-nous continuer le voyage un jour ou c’était tout déjà ?
Le rêve de la suite est devenu réalité,
en janvier 2021 nous avons recommencé !
Vous êtes sautés dans l’avion à San José
Vous revoir de nouveaux là-bas, c’était fabuleux !
Merci pour votre courage et confiance presque infinis
C’est aussi grâce à vous que la Panaméricaine a réussi.
Qu’est-ce qui se passe si quelqu’un tombe malade ou si on reste de nouveaux enfermé ?
On n’a vraiment pas envie d’être encore une fois bloqué !
Beaucoup des soucis et pas de garantie
On s’en fou, on préfère la vie !
Vous êtes venu quand-même sans l’avoir regretté
Vous l’aviez bien fait, car
le souvenir est le seul paradis dont nous ne puissions être expulsés.
Nous pouvons profiter chaque jour des paysages et de la nature
Mêmes pendant Corona ça nous fait plaisir.
Des embrayages brulés, des freins cassés
Des pneus plats, des filtres à particule obstrués
Une boite de vitesse qui ne marche plus
On répare même des choses qu’au garage ils ne les ont jamais vu.
Hier j’ai fait le calcul et sans doute
Nous avons passé 254 jours sur la route
Et si on compte aussi la pause de trois moins et demi
Ce voyage a duré un an, c’est infini !
Cette Panaméricaine est unique, ce n’est pas exagéré.
Un voyage en groupe plus longue va jamais exister.
Ce qu’on a vécu ensemble à crée de liens qui resteront toujours
Merci pour cette super Panamericana-Tour !