Heute verlassen wir Cholula. Was wir in jenem Moment noch nicht wissen: wegen Corona gibt es neuerdings auch ein Fahrverbot von 5:00 bis 11:00 Uhr für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen. Ein Teilnehmer wird angehalten und die Polizei möchte eine größere Summe kassieren. Ich erkläre dem Polizisten am Telefon, dass er doch nun mal etwas gegen den schlechten Ruf der mexikanischen Polizei im Ausland tun könnte. Statt den Touristen Geld abzuknöpfen, könnte er sich doch von der großzügigen Seite zeigen! Ich höre, wie er sich mit dem Kollegen bespricht, Plötzlich meint er, die Betroffenen dürfen fahren. Er gibt mir noch seine Telefonnummer, falls in Zukunft etwas sein sollte. Schwein gehabt!
- Nach drei Nächten in Cholula ziehen wir weiter.
- In Mexiko haben wir viele mautpflichtige Straßen. Insgesamt geht das ziemlich ins Geld. Doch oft haben die freien Straßen so viele Topes (Bodenschwellen), dass wir hin und wieder gern für eine Straße bezahlen.
- Wir lassen die Stadt hinter uns und fahren in die Natur.
- Das Landschaftsbild ändert sich.
- Unterwegs besuchen wir ein Kloster.
- Es liegt schön in den Bergen.
- Wir erreichen unseren Platz für die Nacht im Nationalpark auf fast 3.700m Höhe. Wir blicken auf den erloschenen Vulkan Ixtaccíhuatl, der auch „die schlafende Frau“ genannt wird.
- Gegenüber ist der 5452m hohe Vulkan Popocatépetl, der auch „der rauchende Berg“ genannt wird.
- Abends genießen wir noch eine schöne Stimmung.
- Die Abendsonne taucht den Berg in warmes Licht, wir sind begeistert.
- In der Nacht liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber mit der Heizung bleibt es mollig warm im Camper.
- Bevor wir am nächsten Morgen weiterziehen, qualmt der Popocatépetl noch einmal heftig für uns. So soll es sein!
- Wir erreichen unseren nächsten Campingplatz im Großraum Mexiko-Stadt.
- Abends laden uns die Besitzer des Campingplatzes auf ein Corona ein – die Rede ist natürlich vom Bier!
- So könnte doch jeder Empfang auf einem Campingplatz ausfallen!
- Am nächsten Morgen starten wir zur längsten Stadtbesichtigung der gesamten Panamericana Tour. Früh um 7 Uhr fahren wir mit dem Bus Richtung Hauptstadt.
- Eigentlich wollen wir um 9 Uhr die ersten im Anthropologischen Museum sein, aber wegen Corona haben sie die Öffnungszeiten auf 10 Uhr geändert. (man darf den Sinn der Maßnahmen nicht hinterfragen) So drehen wir noch eine Extra-Runde durch die Stadt.
- Nun haben wir sogar Zeit für einen Kaffee.
- Nach einem kurzen Rundgang zu Fuß, kehren wir dann zum Museum zurück.
- Die Kontrolle am Eingang ist schlimmer als am Flughafen. Taschen werden durchleuchtet, Temperatur gemessen, Hände desinfiziert und dann der ganze Körper besprüht.
- Im Museum heißt es dann plötzlich, dass pro Guide nur maximal fünf Besucher zugelassen sind. Das Museum stellt aber keine Guides zur Verfügung und wir haben nur unseren Guide Ernesto dabei.
- Zum Glück haben wir aber unsere Headsets die eine gute Reichweite haben. So kann der Guide erklären und es hören immer noch alle, obwohl wir weiter auseinander stehen.
- Das Museum ist wirklich sehr sehenswert.
- Wir beschränken uns auf den Saal der Maya sowie der Azteken.
- Hier sieht man den Jadeschmuck, mit dem der verstorbene Maya-Herrscher Pacal begraben wurde. Er war ein wichtiger Herrscher in Palenque.
- Nur ein mexikanischer Sombrero…
- Eines der Maya-Bücher.
- Zum Mittagessen fahren wir in den Süden der Stadt. Zahlreiche Boote warten dort auf Touristen.
- Während einer Bootsfahrt lassen wir uns ein typisch mexikanisches Gericht schmecken: Pollo con mole, Hühnchen in Kakao-Sauce. Dazu gibt es Kaktus-Salat.
- Ein Mariachi-Boot kommt vorbei und spielt ein paar mexikanische Klassiker für uns.
- Guadalajara, Mexico lindo…
- Sie haben auch Freude, dass sie etwas Geld verdienen können, denn aktuell hat es verhältnismäßig wenig Touristen.
- Ursprünglich waren hier die schwimmenden Gärten die Attraktion, davon gibt es aber mittlerweile nur noch wenige. Auch die frischen Blumen, die früher einmal die Boote schmückten, wurden durch künstliche Deko ersetzt. Dennoch genießen wir den Ausflug.
- Im Anschluss besuchen wir den Zócalo, der in Mexiko-City wirklich riesig ist.
- In der Kathedrale merkt man gut, dass sich der Boden absenkt, denn früher gab es hier mal einen See. Viele Häuser stehen mittlerweile schräg. Im Gotteshaus wird das mit dem Pendel verdeutlicht.
- Am Torre Latinoamericana steht Quédate en Casa, „bleib zu Hause“.
- Doch allzu ernst scheinen die Bewohner diesen Aufruf nicht zu nehmen, denn die Fußgängerzonen sind gut gefüllt.
- Auch die Läden und Restaurants sind nach wie vor geöffnet und gut besucht.
- Vor kurzem wurde Marihuana in Mexiko legalisiert. Das Hanf-Männchen schmeißt Kostproben nach unten, wo sich sofort eine Traube Menschen versammelt.
- Meine Gruppe schaut auch ganz interessiert. Habe ich etwas verpasst?!
- Wir spazieren durch die Innenstadt.
- Palacio de Bellas Artes, der Palast der schönen Künste.
- Die Jakaranda blühen und erinnern mich an Buenos Aires. Als wir damals Anfang November 2019 dort starteten – meine Güte, ist das lange her! – standen sie auch dort in voller Blüte.
- Zu guter Letzt besichtigen wir noch die Basilika zu Ehren der Jungfrau von Guadalupe.
- Da sich die alte Kirche extrem neigt durch die Absenkung des Untergrundes, hat man gleich daneben eine moderne Variante errichtet.
- Um zu verhindern, dass sich zu viele Menschen vor dem Bild der Jungfrau versammeln und es zu Stau kommt, hat man Laufbänder installiert. Stehen bleiben unmöglich!
- Im Zentrum stellen wir uns mal wieder zu einem Gruppenfoto auf. Erst um 20:30 Uhr treffen wir wieder auf dem Campingplatz ein. Der Großraum von Mexiko-Stadt hat einfach immer recht viel Verkehr und die Distanzen darf man auch nicht unterschätzen. Aber wir haben zumindest mal einen Eindruck der riesigen Metropole gewonnen. Bis zum nächsten Mal aus dem schönen Mexiko!