Wir verbringen die letzten Tage auf der Baja California, versüßen uns die Zeit mit einer Käse-Degustation sowie dem Besuch auf einem Weingut. In Ensenada findet ein erster Abschied statt. Wir hatten alle gehofft, dass die Grenze öffnen und die USA uns empfangen würden, dieser Wunsch wird aktuell jedoch leider nicht erfüllt. Doch insgesamt wollen wir nicht klagen, sondern froh und dankbar sein, dass wir überhaupt so gut reisen konnten bis jetzt! Aber Nordamerika wäre eben noch die Kirsche auf der Sahnetorte gewesen.
- Wir verbringen nochmal eine Nacht am Meer.
- Der Strand ist recht weitläufig.
- Am nächsten Morgen steht ein Werkstattbesuch an. Drei Camper haben jeweils ein paar Kleinigkeiten zu richten: eine Spur, die nachgestellt werden muss, Schutzbleche, die wieder fixiert werden müssen. Alles lösbar!
- Am Nachmittag treffen wir uns bei einer Käserei.
- Nach einer Führung erhalten wir eine Käsedegustation.
- Doch damit nicht genug, auch Bier einer lokalen Brauerei und Eis dürfen wir probieren.
- Es schmeckt!
- Zum Wohl!
- Hier reift der Käse. Gereiften Käse findet man in Lateinamerika eher selten, sie bevorzugen Frischkäse oder sehr jungen Käse. Wir kaufen kräftig ein und füllen die Vorräte auf.
- Die Käserei verfügt über einen netten Biergarten und Restaurant. Wir lassen uns ein Abendessen schmecken.
- Praktisch, wenn man vom Restaurant quasi direkt ins eigene Bett fallen kann!
- Am nächsten Tag fahren wir ins Valle de Guadalupe.
- Das ursprünglich geplante Weingut möchte uns nicht empfangen. Zufällig treffen Teilnehmer einen einheimischen Touristenführer, der ihnen ein Weingut empfiehlt, welches von einem Schweizer geführt wird.
- Ganz kurzfristig frage ich an und bekomme eine Zusage.
- Wir dürfen mit den Campern direkt auf dem Weingut übernachten.
- So viele Schweizer (und Deutsche und Franzosen) hatte Thomas noch nie bei sich zu Gast!
- Nach einer Führung durch den Betrieb, freuen wir uns über eine Weinprobe auf der Terrasse.
- Ach ja, das harte Leben!
- Was geht es uns doch gut!
- Wir genießen das Hier und Jetzt.
- Der Wein schmeckt vorzüglich. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Thomas Eggli, dass er so spontan Zeit für uns hatte.
- Nicht weit vom Weingut entfernt liegt ein schönes Restaurant mit Blick in die Weinreben und sehr guter Küche.
- Die nächste Fahretappe bringt uns nach Ensenada, was nur noch einen Katzensprung von der Grenze zu den USA entfernt liegt.
- Hier findet unser Abschiedsessen statt. Da wir aktuell nicht auf dem Landweg in die USA einreisen können, endet die Panamericana quasi in Ensenada.
- Wobei es dieses Jahr ein Abschied auf Raten ist, denn ein Teil der Gruppe fährt noch ein paar Wochen weiter. Ich bin heute sehr emotional und richte ein paar Worte an meine liebgewonnenen Mitreisenden.
- Das Essen passt zum Anlass.
- Drei Paare verabschieden sich aus der Gruppe, sie möchten eine Einreise in die USA versuchen, obwohl es offiziell heißt, dass man als Tourist auf dem Landweg aktuell nicht einreisen dürfe.
- Zurück auf dem Campingplatz überrascht mich die Gruppe. Vreni hat ein Gedicht für und über mich gereimt, welches mich sehr berührt und ich euch ans Ende des Berichtes stelle.
- Ein sehr emotionaler Moment für mich, den ich sicherlich nie vergessen werde. Ein großes Dankeschön an die Gruppe und speziell an Vreni, dich sich unglaublich viel Mühe gegeben und mir eine große Freude bereitet hat!
- Drei Paare werden uns am nächsten Tag verlassen. Das stimmt mich traurig, andererseits freue ich mich über jeden, der noch bleibt. Quasi ein Abschied auf Raten und somit deutlich bekömmlicher als wenn von einem Tag auf den anderen plötzlich alle Teilnehmer weg wären. Und ich weiß, dass wir uns wieder sehen werden!
- Am nächsten Morgen will niemand so richtig losfahren. Wir genießen das Frühstück am Meer.
- Noch ein Gruppenfoto der Panamericana 2021. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag einen großen Whisky im Saloon in Tombstone trinken, aber das ist uns aktuell nicht vergönnt. Die Enttäuschung, dass es mit der Einreise in die USA nicht klappt, ist groß, dennoch machen wir das Beste aus unserer Situation. Ein Teil der Gruppe verlängert noch bis Veracruz und wird noch einen Monat zusammen reisen. In Veracruz besteht dann die Möglichkeit, die Wohnmobile aufs Schiff nach Deutschland zu verladen. Doch sollte sich die Grenze öffnen, kann man natürlich auch wieder gen Norden fahren, wer weiß 😉 Ihr seht, wir sind unverbesserliche Optimisten. Wir nehmen euch in den nächsten Wochen noch mit nach Veracruz, seid weiterhin dabei!
Gedicht zum ersten Abschied von Vreni D.
Soy Janette de Panamtour
Habe eine Pregunta nur….
Mit Walter, Gisela, Sandra und Maria,
warst du während Monaten für uns da.
Bei Freud und Leid,
Hattest du die richtigen Worte bereit.
Immer und überall hast du uns unterstützt,
und meistens hat es genützt.
Unter dem Auto im Straßengraben oder in der Garage,
und das alles ohne Zusatzgage.
Scheutest keine Mühe,
Standest auf in aller Herrgottsfrühe,
um auf den Auslöser zu drücken,
und uns mit deinen fantastischen Bildern zu beglücken.
Am Fuße der Torres del Paine,
gab es sogar glühende Weine.
Ein paar Kilometer weiter an der Laguna Amarga,
war sogar Grey-Gletscher Eis für den Whisky da.
Du konntest uns unvergessliche Momente bescheren,
davon werden wir noch lange zehren.
Alles war immer tiptop organisiert,
durch die schönsten Landschaften und über die höchsten Pässe hast du uns geführt.
Die Pandemie hat uns einen Strich durch unsere Pläne gemacht.
Wer hätte dies in Cartagena gedacht?
In Costa Rica wurden wir eingeschlossen,
wir konnten es nicht fassen!
Doch mit Geselligkeit und Spanischstunden,
haben wir die Zeit in Pequeña Helvecia gut überwunden.
Doch im Juni hieß es Abschiednehmen,
werden wir uns irgendwann wiedersehen?
Deine Schäfchen siehst du erst wieder nächstes Jahr,
wenn alles gut geht, im Januar.
Und tatsächlich mit einem kleinen Grüppchen wird wieder gestartet,
Schön, hast du liebe Janette, auf uns gewartet
Auch die Panam 2. Teil,
War wieder, sorry für den Ausdruck, richtig geil.
Du hattest in deinen «Ferien» ein tolles Programm zusammengestellt,
welches wieder allen gefällt.
Vorschläge und Ideen hast du von uns angenommen,
bist sogar mit uns an den Beach gekommen.
Dank deiner Fürsorge, Umsicht und deinem Wissen,
konnten wir diese Reise jederzeit genießen.
Doch schon bald ist mit dem betreuten Reisen Schluss,
da jeder wieder seinen eigenen Weg gehen muss.
Wir wünschen dir und uns, dass wir diese Reise noch gut beenden,
den nord-, süd- oder heimwärts fahrenden.